• BELOUGA sucht Benchmarkingpartner

    Benchmarking von Dienstleistungen folgen anderen Logiken der Wertschöpfung als industrielle Fertigungsprozesse. Dieser Unterschied resultiert insbesondere durch den persönlichen Kontakt zwischen Personal und Kunde. Mit konventionellen Werkzeugen kann ein Service deshalb nur bedingt gemessen und verglichen werden.

    Aus diesem Grund haben sich das Fraunhofer SCS, das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) die Universität Bayreuth sowie die Hochschule Ingolstadt und das Klinikum Ingolstadt zu Verbundpartnern zusammengeschlossen. Das gemeinsame Projekt, namens „BELOUGA“ (Benchmarking logistischer Unterstützungs- & Dienstleistungsprozesse im Gesundheitswesen und in industriellen Anwendungen), untersucht Benchmarking-Lösungen für hochspezialisierte Dienstleistungen, mit dem Ziel eine modifizierten Benchmarking-Methode zu entwickeln. Dazu werden die in der Praxis angewandten prozessorientierten Benchmarking-Ansätze auf ihre Eignung zur Bewertung unterstützender Dienstleistungen im Krankenhaus und der Kontraktlogistik getestet.

     „Konventionelles“ vs. „wertschöpfungsorientiertes“ Benchmarking

    Das konventionelle Benchmarking ist eine Möglichkeit zur Leistungsverbesserung für Industrieunternehmen durch „Lernen von den Besten“.  Durch den systematischen und kontinuierlichen Prozess des Vergleichens von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen im eigenen Unternehmen sowie mit denen in fremden Unternehmen können sowohl Verbesserungspotenziale erkannt als auch Ursache-Wirkungsbeziehungen identifiziert werden. Alle Maßnahmen zielen auf eine positive Veränderung im Unternehmen ab und führen im Idealfall dazu, nicht nur kostengünstiger und produktiver zu arbeiten sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu stärken. Jedoch bleiben die wechselseitigen Abhängigkeiten der Bewertungsdimensionen Produktivität, Kosten und Qualität vielfach unbeachtet, strategische Aspekte finden häufig keine ausreichende Beachtung.

    BELOUGA dagegen entwickelt ein wertschöpfungsorientiertes Benchmarking, dass das konventionelle Benchmarking um eine kundenorientierte Wert-Perspektive erweitert und sich auf primär wertschöpfende Aktivitäten fokussiert. Dabei orientiert sich BELOUGA stets an den Besonderheiten von Krankenhäusern und Dienstleistungen und versucht die unterschiedlichen Logiken der Wertschöpfung einzubeziehen.

    Die Benchmarking-Projekte

    Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Unterstützungs- und Dienstleistungsprozesse  von Krankenhäusern und Kontraktlogistdienstleistern.

    Im Bereich „Kliniken“ werden die Referenzprozesse  Patiententransportlogistik als auch OP -Koordination  analysiert.  

    Patiententransportlogistik: die Abläufe zur Bedarfsfeststellung, Terminierung/Anforderung und Durchführung von Patiententransporten unter Berücksichtigung der Gesamtabläufe in den Kliniken.

    OP-Koordination: die Koordination und effiziente Zusammenführung von personellen Ressourcen, Räumen und Betriebsmitteln unter Berücksichtigung der Gesamtabläufe in den Kliniken.

    Im Bereich der „Kontraktlogistik“ werden die Referenzprozesse des Ausschreibungsmanagements und der Schrankfachversorgung zu einem späteren Zeitpunkt untersucht.

    Benchmarking-Partner gesucht

    Zur Durchführung des Benchmarking-Vergleichs „konventionell“ vs. „wertschöpfungsorientiert“ werden Kliniken für die Studien zur Patiententransportlogistik und OP-Koordination und Kontraktlogistikdienstleister für die Studien zum Ausschreibungsmanagement und der Schrankfachversorgung gesucht. Teilnehmen können  Kliniken jeder Trägerschaft der Schwerpunkt- und Maximalversorgung sowie Kontraktlogistikdienstleister jeder Größe und Region.

    Von Mai 2012 bis Dezember 2012 werden die Benchmarking-Erhebungen durchgeführt.

    Teilnehmende Benchmarking-Partner haben die Möglichkeit ihre eigene Leistung im externen Vergleich mit geeigneten Partnern mittels aussagekräftiger Kenngrößen darzustellen. Darüber hinaus erhalten Sie eine hohe Transparenz  hinsichtlich der eigenen Prozessabläufe, den Anforderungen und den Werten aus Sicht der Kunden und des Dienstleisters.

    Weitere Informationen zur Teilnahme in den Benchmarkingkreis „Kliniken“ sowie einen Anmeldebogen finden Sie in der Informationsbroschüre „Benchmarkingkreis Kliniken“. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen auch gerne persönlich zur Verfügung.

    Bitte sprechen Sie uns an!

     

    Ansprechpartner „Kliniken“:
    Franziska Jehle
    Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS)
    Nordostpark 93
    90411 Nürnberg
    Tel: +49(0)911 58061-9579
    franziska.jehle@scs.fraunhofer.de
    www.scs.fraunhofer.de


    Lernen von den Besten

    Benchmarking, der systematische Vergleich von Unternehmensprozessen und das „Lernen von den Besten“, wurden ursprünglich in den 1990er Jahren im produzierenden Gewerbe entwickelt. Im Gegensatz zu industriellen Fertigungsprozessen folgen Dienstleistungen in ihrer Wertschöpfungslogik jedoch ganz anderen Gesetzmäßigkeiten. Entsprechend sind damit auch Produktivitätsmessungen und –vergleiche von Dienstleistungen mit „konventionellen“ Benchmarking-Methoden kritisch zu hinterfragen.

    Das Verbundprojekt BELOUGA verfolgt das Ziel im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Produktivität von Dienstleistungen“ die praktizierte Benchmarking-Methodik im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für unterstützende Dienstleistungsprozesse in Krankenhäusern und bei Kontraktlogistik-Projekten zu überprüfen und in Richtung eines „wertschöpfungsorientierten“ Benchmarkings weiterzuentwickeln.

    Im Verbundprojekt ist die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS in Nürnberg für die Projektleitung zuständig. Weitere Verbundpartner sind die Universität Bayreuth, das Institut für angewandte Forschung IAF der Hochschule Ingolstadt, das Klinikum Ingolstadt und das Logistik-Kompetenz-Zentrum, LKZ Prien GmbH. mehr...


  • Belouga Flyer

    den aktuellen Belouga Flyer finden Sie unter "Downloads".

    Informationsbroschüre „Benchmarkingkreis Kliniken"

    Die aktuelle Informationsbroschüre finden Sie unter "Downloads"

    BELOUGA - Ansprechpartner

    Projektmanagement: Hr. Heiko Wrobel, Fraunhofer SCS mehr...

    Öffentlichkeitsarbeit: Hr. Stephan Hartl, LKZ Prien GmbH mehr...