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„BELOUGA“ will Komplexität in Kliniken transparenter gestalten

- Die Belouga Verbundpartner beim Projektmeeting in Nürnberg am 08.12.2011
Die BELOUGA-Verbundpartner haben sich in Nürnberg getroffen um den aktuellen Stand des Projektes und das weitere Vorgehen zu besprechen. Nach erfolgreichem Abschluss des Arbeitspaketes „Konzeption und Organisationsmodell“ wurde bereits begonnen, erste Dienstleistungsprozesse auszuwählen und in den beteiligten Krankenhäusern aufzunehmen.
Durch das wertschöpfungsorientierte Benchmarking soll im Rahmen von BELOUGA festgestellt werden, ob die verschiedenen Leistungen eines Krankenhauses vergleichbar sind und sich konkrete Maßnahmen zur Verbesserung umsetzen lassen. „Ziel in der Industrie ist die Preisführerschaft, die nicht für Kliniken oberste Priorität haben muss“, so Heiko Wrobel von Fraunhofer SCS. Wichtig für Kliniken ist die Erweiterung des klassischen Benchmarkingbegriffes von Produktivität, Kosten und Qualität um die Frage, welchen Nutzen das Produkt dem Kunden bietet und wie zufrieden er damit ist.
Ein weiteres Vorhaben von BELOUGA ist die Standardisierung von Prozessen im Krankenhaus. „Die Komplexität der Kliniken ist deshalb so groß, weil die Mehrheit der Prozesse nicht standardisiert sind sondern sehr flexibel organisiert werden, weshalb sehr viele Restriktionen vorherrschen“ so Karl Fischer vom LKZ Prien. Aus diesem Grund wird in den nächsten Wochen und Monaten die OP-Planung, die Patiententransportlogistik und die Kontraktlogistik mit der Schrankfachversorgung und dem Ausschreibungsmanagement in den Kliniken Ingolstadt und Nürnberg näher unter die Lupe genommen. Gerade eine Standardisierung der OP-Planung ist sinnvoll, da eine Vielzahl der Operationen mit der gleichen Dauer behaftet sind während gleichzeitig Puffer für ungeplante Operationen vorgehalten werden müssen.
Lernen von den Besten
Benchmarking, der systematische Vergleich von Unternehmensprozessen und das „Lernen von den Besten“, wurden ursprünglich in den 1990er Jahren im produzierenden Gewerbe entwickelt. Im Gegensatz zu industriellen Fertigungsprozessen folgen Dienstleistungen in ihrer Wertschöpfungslogik jedoch ganz anderen Gesetzmäßigkeiten. Entsprechend sind damit auch Produktivitätsmessungen und –vergleiche von Dienstleistungen mit „konventionellen“ Benchmarking-Methoden kritisch zu hinterfragen.
Das Verbundprojekt BELOUGA verfolgt das Ziel im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Produktivität von Dienstleistungen“ die praktizierte Benchmarking-Methodik im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für unterstützende Dienstleistungsprozesse in Krankenhäusern und bei Kontraktlogistik-Projekten zu überprüfen und in Richtung eines „wertschöpfungsorientierten“ Benchmarkings weiterzuentwickeln.
Im Verbundprojekt ist die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS in Nürnberg für die Projektleitung zuständig. Weitere Verbundpartner sind die Universität Bayreuth, das Institut für angewandte Forschung IAF der Hochschule Ingolstadt, das Klinikum Ingolstadt und das Logistik-Kompetenz-Zentrum, LKZ Prien GmbH. mehr...
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Belouga Flyer
den aktuellen Belouga Flyer finden Sie unter "Downloads".









