Projektlaufzeit und Projektumfang

Das Projekt BELOUGA ist am 01.12.2010 gestartet und endet zum 31.07.2014. Die Gesamte Projektlaufzeit beträgt 44 Monate.

Das Aufgabenpaket 1 umfasst die Gesamtorganisation des Verbundprojektes über die gesamte Projektlaufzeit. Über die administrativen und formalen Aktivitäten ist die Sicherung der Qualität der Arbeitsergebnisse und das Schnittstellenmanagement zur Zielerreichung sicherzustellen.

Im Arbeitspaket 2 hat die Konzeption eines Organisationsmodells zum Inhalt. Zu klären ist, was unter "Produktivität" in der Kontraktlogistik sowie in ausgewählten Unterstützungsprozessen in der medizinischen Versorgung durch die unterschiedlichen Akteure verstanden wird. Es erfolgt eine erste grobe Aufnahme von Prozessen bei unterstützenden Dienstleistungen in der klinischen Umgebung sowie in der Kontraklogistik, um zu erfahren, welche unterschiedlichen Wertschöpfungskonfigurationen vorliegen. Die konzeptionelle Weiterentwicklung des Begriffs Benchmarking in Richtung eines "wertschöpfungsorientierten Benchmarking" und die Benennung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zum "konventionellen Benchmarking" fließt in das Organisationsmodell mit ein.

Im Arbeitspaket 3 erfolgt eine Analyse der Ist-Situation bei den unterstützenden Versorgungsprozessen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schnittstellen der unterstützenden Dienstleistungsprozessen zu den primären Leistungsprozessen. Schnittstellenprobleme sowie nach der Wertschöpfungslogik passende Benchmarking-Kennzahlen und Messpunkte sollen über Experteninterviews und Workshops entwickelt und validiert werden.

Nach den Erkenntnissen der AP 2-3 wird im Vorfeld des AP 4 eine Bewertung des bestehenden "konventionellen" Benchmarking-Konzeptes in Hinblick auf die Eignung der Abbildung/Messung des Anforderungskatalogs und der Schnittstellen vorgenommen. Eine Vergleichserhebung "konventionelles Benchmarking" gegenüber "wertschöpfungsorientiertes Benchmarking" mit den dazugehörigen Datenstrukturen für die betrachteten Referenzprozesse stehen im Mittelpunkt des Arbeitspaketes.

Ausgehend von den zuvor erarbeiteten Ergebnissen wird in Arbeitspaket 5 "Good Practices" identifiziert bzw. beschrieben. Hierbei wird zwischen "konventionelles" und "wertorientiertes" Benchmarking und der Schnittstellenbetrachtung.

Im Arbeitspaket 6 wird zur Visualisierung und Simulation der verschiedener Wertschöpfungskonfigurationen ein "Benchmarking-Lern-Cockpit" entwickelt. Diese Software ermöglicht, das "wertschöpfungsorientierte Benchmarking" reproduzierbar für weitere Krankenhäuser und Kontraktlogistikdienstleister zu machen. Ziel ist, eine Multiagenten-basierte Simulationssoftware zu realisieren, um sowohl die Simulation und Interpretation alternativer Prozesskonfigurationen, als auch die Basis zur Umsetzung des Lernkonzeptes im nächsten Arbeitspaket zu gewährleisten.

Um die erarbeiteten Methodiken und Werkzeuge evaluieren und validieren zu können, wird in AP 7 ein Schulungskonzept entwickelt, das nicht nur methodisch erklärt, wie wertschöpfungsorientierte Benchmarking-Erhebungen durchgeführt werden, sondern auch ein Verständnis dafür erzeugt, wie "Produktivität" bei dieser Art von Benchmarking Untersuchungen richtig erhoben und zu messen ist. Dazu gehört die Vermittlung der "good/best practices" im Bereich unterstützender Dienstleistungen im Krankenhaus und bei Kontraktlogistikdienstleistungen, die Nutzung des "Benchmarking Lern-Cockpits" sowie das gezielte Schnittstellenmanagement. Eine beispielhafte Anwendung des Lernkonzepts im Rahmen der beteiligten Benchmarking-Unternehmen ermöglicht schließlich eine Evaluation.

Im Arbeitspaket 8 findet die wissenschaftliche Veröffentlichung von Zwischen- und Endergebnissen statt. Um weitere Kreise des Benchmarks zu erreichen wird auch in populärwissenschaftlichen Medien publiziert.